Teil 1 – Die Regenbogenprinzessin
Shownotes
Willkommen zum ersten Teil der vierteiligen Abenteuer-Reise.
Die Regenbogenprinzessin – jede Episode steht im Zeichen einer Jahreszeit.
**Im Frühling beginnt die Reise: ** Pünktlich zum Osterfest verschwindet "Herr Möhrchen" ein kleiner, frecher Hase, der die Ostereier bunt anmalen wollte… Ein spannendes Abenteuer beginnt, denn Monique Sonnenschein begibt sich natürlich sofort auf die Suche.
Monique Sonnenschein erzählt diese Geschichte mit Musik, Klang und Magie – ein Hörspiel zum Träumen und Staunen.
Ideal für Kinder und alle, die sich gerne verzaubern lassen.
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00:00:01: Monique Sonnenschein erzählt die Geschichte der Regenbogenprinzessin: Ein zauberhaftes Hallihallo, schön, dass du mir zuhören magst. Ich bin Monique Sonnenschein und-ach, du kennst mich ja noch gar nicht. Okay, dann spitz deine Ohren und ich erzähle dir etwas von mir. Ich erlebe ganz viele Abenteuer, wohne in einem windschiefen Häuschen, mitten in einem großen Zauberwald. Und neben meinem Zauberwald, da steht ein großes, schönes Schloss, wo viele lustige Gespenster leben. In meinem Zauberwald gibt es auch ein Zwergenland. Dort leben viele Zwerge, die am Tag schlafen und nachts, wenn Molli Mond am Himmel steht, fleißig meine Zaubersteinchen putzen. Bei mir leben auch all meine Freunde, mit denen ich die Abenteuer erlebe, von denen ich dir erzählen möchte. Einen Freund stelle ich dir jetzt gleich mal vor. Es ist ein kleiner weißer Hund und sein Name ist Bonita Lolita Tschekita Bandita. Bandita nenne ich sie meistens, weil sie so frech ist. Banditas weißes Fell hat braune große und braune kleine Flecken. Sie sehen fast ein bisschen aus wie Sommersprossen. Ich habe keine Sommersprossen, dafür aber witzige Zöpfe am Kopf mit Sonnenblumen. An den Füßen trage ich bunte Ringelsocken. Dann habe ich fröhliche Kleider an, die sind auch ganz bunt. An den Füßen habe ich sogar Schuhe, die ein Glöckchen vorne dran haben. Aber das Tollste ist, ich spiele ein Musikinstrument. Es ist eine Geige. Zum Geigespielen braucht man einen Geigenbogen. Es macht ganz viel Spaß. Und wenn ein Freund oder eine Freundin Geburtstag hat, dann kann ich sogar ein Geburtstagsständchen auf der Geige spielen. Oder auf der Bühne stehe ich manchmal sogar mit meiner Geige und spiele in einer richtigen Band. Jede Nacht, wenn Molli Mond am Himmel steht, da träume ich aber davon, dass ich zaubern kann. Das wäre mein aller, aller, aller aller, aller größter Wunsch. Zum Zaubern braucht man vier Dinge. Es ist der Zauberstab in der Hand, der Zylinder auf dem Kopf, also der richtige Zauberzylinder, dann Zauberglitzer und natürlich einen richtigen Zauberspruch. Vielleicht weißt du auch einen tollen Zauberspruch. Ich erlebe ganz viele tolle Abenteuer. Und jetzt möchte ich dich auf mein erstes Abenteuer in den Frühling mitnehmen. „Kikeriki”, krähte Herr Ole, Ole. Es ist ein witziger kleiner Hahn mit kurzen Füßen. Mich kitzelte ein Sonnenstrahl an der Nase. Ich musste mich erst einmal kräftig recken und strecken, als ich aus dem Fenster schaute. Aber was war da los? Meine Pferde, die Hühner, die Hunde und Katzen und sogar die Pfaue, die hatten sich alle unter meinem Fenster versammelt. Ich bin schnell die Treppe runtergelaufen und zu meinen Freunden. Was ist denn los, dass ihr alle so aufgeregt seid und durcheinander gackert und schnattert? Als erstes traten Frau Berta, das ist ein Huhn, die Henne Bertha, und die Frau Lustig hervor und begannen zu erzählen. So viele Eier haben wir extra für das Osterfest gelegt und jetzt ist Herr Möhrchen verschwunden, der sie alle bunt anmalen wollte. Herr Möhrchen ist wie vom Erdboden verschluckt. Es ist ein kleiner weißer Hase, er ist sehr frech und lebt im Schloss bei den lustigen Gespenstern. Hm, da fallen mir als erstes die Zwerge ein, die wir fragen können. Ob sie vielleicht Herrn Möhrchen gesehen haben? Was haltet ihr davon? Magst du uns begleiten, ihn zu suchen? fragte Henne Berta. Sehr gerne, nur müssen wir warten, bis Molli Mond am Himmel steht, da die Zwerge doch am Tag schlafen. Wir spielten Fangen und Verstecken, bis Molli Mond am Himmel stand. Jetzt können wir endlich zu den Zwergen gehen, um sie zu fragen. Gackerte die Henne Berta und los ging die Erlebnisreise von Henne Berta, Frau Lustig und mir in das Zwergenland. Als erstes trafen wir Piri und Pox, die jüngsten Zwerge dort. Hallo, ihr beiden, habt ihr vielleicht unseren Freund Herrn Möhrchen gesehen, fragte Frau Lustig. Piri und Pox gähnten erst einmal kräftig um die Wette, reckten und streckten sich. Nein, wir haben bis gerade geschlafen und süß geträumt. Aber wenn wir Lubidu fragen, dann kann der bestimmt weiterhelfen. Lubidu ist der älteste der Zwerge im Zwergenland und weiß ganz schön viel. Und gemeinsam riefen alle Lubidu, bis dieser unter einem grünen Pilz hervortrat. Lubidu hat einen langen weißen Bart, der ihm bis hinab zu seinen Plattfüßchen reicht und bunte Punkte auf der Nase. Ganz langsam bitte schön, gähnte Lubidu, denn er war noch nicht ganz wach und auch schon alt. Also wir haben ein etwas größeres Problem, bei dem du uns vielleicht weiterhelfen kannst, erklärte ich ihm und ich erzählte ihm, was bisher geschehen war. Lubidu kratzte sich an seinen bunten Punkten auf der Nase und schnaufte tief durch. Ich könnte mir vorstellen, dass der Herr Möhrchen, dem sind nur die Farben ausgegangen und er ist auf dem Weg zur Regenbogenprinzessin. Die Regenbogenprinzessin hat die schönsten Farben und sogar Zauberglitzer vom Regenbogen. Oh, staunten wir alle. Ja, weißt du, wo wir die Regenbogenprinzessin finden können? Ihr geht jetzt weiter in den Zauberwald zu Pumba und Kiki, den Schweinchen. Dort wohnt auch Gustl, die Gans, sagte Lubidu. Am Ufer des Sees steht ein Edelsteinbaum und da liegt ein richtiges Piratenfloß. Wenn ihr ganz fest an die Liebe glaubt, dann könnt ihr den Regenbogen hinaufsteigen. Der dort erscheinen wird, wenn ihr oben angekommen seid, wird die Regenbogenprinzessin sicherlich schon auf euch warten, sagte Lubidu. Potzblitz, staunte ich, eine Regenbogenprinzessin, ein Piratenfloß, ein Edelsteinbaum und dann auch noch ein Regenbogen mit Zauberglitzer. Wie aufregend. Vielen lieben Dank, Lubidu. Was macht ihr denn hier mitten in der Nacht, grunzte Pumba und Kiki kam mit Stroh auf ihrer schlammigen Schweinenase ganz verschlafen aus dem Stall. Entschuldigt bitte die nächtliche Störung, aber ihr könnt uns vielleicht weiterhelfen. bat die Henne Berta. Wir suchen einen Regenbogen und einen Piratenfloß, weil wir unbedingt zur Regenbogenprinzessin müssen, gackerte Frau Lustig. So, so, grunzte Kiki, aber so einfach, wie ihr glaubt, ist das leider nicht. Der Regenbogen erscheint nur manchmal und dann auch nicht lange. Wenn der Regenbogen erscheint, kann man vom Piratenfloß dort drüben auf ihn hinaufsteigen. Aber natürlich nur, wenn ihr ganz fest an die Liebe glaubt. Leider kann man nie sagen, wann der Regenbogen erscheinen wird, grunzte Pumba ganz verschlafen. Jetzt wird es aber ganz schön verzwickt, sagte ich, und alle überlegten eine kleine Weile. Ich hab's, sagte ich, wir warten, bis sich die Sonne und die Regen tropfen, küssen. Dann gibt es einen, ich weiß, gackerte Henne Berta ganz aufgeregt, einen Regenbogen, der uns direkt in den Himmel zur Regenbogenprinzessin führt. Aber legt euch doch noch ein bisschen zu uns ins warme Stroh, bis der Tag anbricht, schlug Pumba vor. Und alle kuschelten wir uns zusammen und träumten gemeinsam im Stroh von der Regenbogenprinzessin. Als die Sonne aufging, dann nahmen wir uns alle zum Abschied in die Arme und weiter ging es Richtung See. Als wir auf dem wackeligen Piratenfloß standen, rief Frau Lustig, da hinten sehe ich schon eine graue Regenwolke. Gemeinsam sahen wir drei in den Himmel und als sich die dicke Wolke direkt vor die Sonne schob, da kam auch schon der erste Regentropfen. Ah, wie schön, jetzt küssen sie sich und ich sehe auch schon ganz leicht die Farben des Regenbogens, freute ich mich. Die Farben wurden immer kräftiger und gemeinsam dachten wir ganz fest an die Liebe und stiegen den wundervollen Regenbogen hinauf. Das Rot, das erinnert mich an eine schöne Rose, sagte ich, und das Gelb an die warme Sonne. Und ich finde, dass das Orange aussieht wie deine schicken Hühnerbeine, Henne Berta, gackerte Frau Lustig und musste kichern. Henne Berta fand, dass das Grün einer Wiese im Sommer ähnelte und das Blau erinnerte sie an das schöne Meer. Das Lila passt sehr gut, denn es sieht aus wie ein gemütlicher Abendhimmel, träumte ich. Jede Stufe glitzerte und funkelte beim hinaufsteigen, bis wir tatsächlich vor der wunderschönen Regenbogenprinzessin standen. Mit einer ruhigen, sanften Stimme sprach die Regenbogenprinzessin, wie schön, dass ihr den Weg zu mir gefunden habt. Herr Möhrchen wartet auch schon mit ganz vielen Farben auf euch. Die Regenbogenprinzessin hob ganz behutsam einen leuchtenden Glitzervorhang zur Seite. Und wisst ihr, wer da saß? Genau, Herr Möhrchen saß dort. Und als er uns erblickte, da strahlte er von einem Hasenohr zum nächsten, vor lauter Freude. Um ihn herum, da waren tausend kleine Eimerchen, vollgefüllt mit bunten Regenbogenfarben. So viele, wie ihr tragen könnt, dürfen wir mit nach Hause nehmen, freute sich Herr Möhrchen. Aber bevor ihr hinabsteigt und zurück in den Zauberwald geht, habe ich noch etwas, sagte die Regenbogenprinzessin. Weil du deinen Freunden gleich so lieb geholfen hast, Monique Sonnenschein, bekommst du noch ein Geschenk von mir. Die Regenbogenprinzessin holte eine silberne Dose hervor. Wie wir alle wissen, ist dein größter Herzenswunsch, dass du zaubern kannst. Heute bekommst du eines der vier Dinge, die du zum Zaubern brauchst. Die Regenbogenprinzessin kippte die silberne Dose und heraus kam Zauberglitzer von Regenbogen. Wie schön das glitzert und funkelt, schöner als ich es mir je vorgestellt habe, sagte ich. Jetzt fehlen mir nur noch drei Dinge, die ich zum Zaubern brauche. Ich bin mir sicher, dass du schon in deinem nächsten Abenteuer noch etwas bekommst, was du zum Zaubern benötigst, sagte die Regenbogenprinzessin. Und als ich sie zum Abschied in die Arme nahm, da lief der Regenbogenprinzessin vor lauter Freude eine dicke Kulatrine, die auch ein bisschen in den Farben des Regenbogens glänzte, über ihre linke Backe hinab. Und du bekommst von mir einen dicken Sonnenscheinschmatzer, sagte ich zur Regenbogenprinzessin. Glücklich verabschiedeten wir uns von der Regenbogenprinzessin und wollten gerade den wundervollen Regenbogen hinabsteigen, als wir sahen, dass dort, dort waren doch tatsächlich Kiki und Pumba und die haben auf uns gewartet. Wir sind jetzt doch etwas neugierig geworden, grunzte Pumba. Und, und, und, und, ich konnte schon gar nicht mehr ruhig sitzen, weil ich so gerne die wunderschöne Regenbogenprinzessin sehen wollte, grunzte Kiki. Die Regenbogenprinzessin warf den beiden einen liebevollen Blick zu und nickte verständnisvoll. Jetzt wünsche ich euch allen aber einen guten Heimweg und grüßt mir den Zauberwald. Wir nahmen die bunten Töpfchen, die bunten Farbtöpfchen und machten uns auf den Weg. Und als wir uns umsahen, mitten auf dem Regenbogen, um zu winken, da sahen wir im Augenwinkel der Regenbogenprinzessin eine klitzekleine Träne glitzern.
00:18:08:
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